Aufbewahrungsfristen

Wer kennt sie nicht: Papierberge die immer höher werden? Sie türmen sich auf dem Schreibtisch, verschwinden in Schubladen, Schränken, Kartons und bringen Ihre Ordner zum Überlaufen – Papiere!

Alle geschäftlichen Dokumente erscheinen einem so wichtig, dass man sie nicht wegwerfen möchte. Doch so nimmt das Papierchaos weiter seinen Lauf. Und das über Monate oder sogar Jahre! Und wenn man mal ein ganz bestimmtes Dokument sucht, muss man sich meist erst stundenlang durch den Papierwust quälen. Ist es wirklich nötig, alles aufzuheben?

Wir empfehlen Ihnen, alte Dokumente wie beispielsweise Kontoauszüge, Rechnungen, Vertragsunterlagen und Quittungen regelmäßig auszusortieren. Dabei gelten unterschiedliche Aufbewahrungsfristen. So gilt es nur ganz bestimmte Papiere ein Leben lang aufzubewahren. 

Wir geben Ihnen Hilfestellung und sagen Ihnen, was in den Reißwolf kann und welche Unterlagen Sie als Privatperson besser noch aufbewahren sollten – und wie lange.

Speziell für den Bereich Wertpapiere gibt es viel zu beachten, deshalb lassen wir Sie dort nicht allein und helfen Ihnen persönlich beim Aussortieren. Hier finden Sie alle Informationen zu diesem Service.

Aufbewahrungsfristen für Dokumente von Privatpersonen

Oftmals ist es empfehlenswert oder gesetzlich vorgeschrieben, wichtige Unterlagen aufzubewahren.

Welche Unterlagen Sie besser aufbewahren sollten und wie lange, können Sie dieser Tabelle entnehmen.

Aufbewahrungsfrist Dokumente
2 Jahre Quittungen / Kassenbelege (i.d.R. 2 Jahre Gewährleistung / Garantie), Handwerkerrechnungen (Ausnahme 5 Jahre bei der Errichtung von Bauwerken) 

3 Jahre

 

alte Mietverträge, Kautionsquittungen, Übergabeprotokolle
4 Jahre Kontoauszüge, Depotauszüge, Überweisungen
6 Jahre Steuerbescheide (eingereichte Steuerunterlagen), Konto- und Depotauszüge (wenn positive Einkünfte über 500.000 Euro im Jahr liegen)
30 Jahre Gerichtsurteile, Mahnbescheide, Kreditunterlagen
für die gesamte Gebrauchsdauer Nachweise für die Hausratversicherung (z.B. Kaufbelege von Möbeln, Elektronik, Schmuck) 
für die gesamte Laufzeit Versicherungsunterlagen, Unterlagen zu Finanz- und Vorsorgeprodukten (z.B. Tagesgeld, Lebensversicherung, Sparplan) 
mindestens bis zur Rente Unterlagen, die den beruflichen Werdegang dokumentieren (z.B. Arbeitsverträge, Kündigungen, Gehaltsabrechnungen, Sozialversicherungsnachweise, Nachweise über den Bezug von Sozialleistungen) 
ein Leben lang Standesamtliche Urkunden (z.B. Geburts- oder Heiratsurkunden, Sterbeurkunden von Angehörigen), Ausweis und Reisepass, Schul- und Hochschulzeugnisse, Berufsabschlüsse, ärztliche Gutachten, Belege über vorhandenes Wohneigentum, Verträge zur privaten Rentenversicherung